Comino Hotels & Bungalows

Für Urlauber, die eher Entspannung und Ruhe suchen
Das Hotel: 
Das Hotel ist auf der kleinen Insel mit ca. 2,5 qkm das einzige. Es hat ein Haupthaus, wo sich auch direkt die Anlegestelle für die Fähre nach Gozo und Malta befindet. ca. 15 Gehminuten entfernt vom Haupthaus befindet sich in einer kleinen Bucht die zum Hotel gehörige Bungalowanlage, welche von außen einen traumhaften Eindruck machte. Nach unserer Ankunft wurden wir direkt nach dem Einchecken an der Rezeption im Haupthaus mit einem kleinen Shuttlebus vom Hotel zu den Bungalows gefahren. Die Fahrt war aufgrund der nicht gepflasterten Straße und der dazu recht rasanten Fahrweise der Malteser sehr staubig und holperig. Der Bungalow befand sich direkt am im Prospekt angegebenen Restaurant und dem Pool. Wir hatten einen wunderbaren Blick auf die Santa Maria Bay und das Mittelmehr.
Die Zimmer: 
Leider hielt der innenraum des Bungalows nicht wirklich das, was im Prospekt und im Internet versprochen wurde. Das Zimmer war zwar sehr groß und komplett in terrakotta gefliest, mit einem Fernsehr, einem Doppelbett, einem Gästebett und einem Kinderbett ausgestattet, doch das Bad war nicht akzeptabel. Das Bad hatte schätzungsweise 25 qm, war jedoch in der linken hinteren Ecke mit einer kleinen Toilette, in der rechten hinteren Ecke mit einem kleinen Waschbecken und rechts neben der Tür mit einer vor Schimmel schreienden Dusche versehen. Warmes Wasser hatten wir nicht, weshalb das duschen zusätzlich fast unmöglich gemacht wurde. Über dem Waschbecken hing eine Lampe aus der Decke. Die im Wohnbereich vorhandene Klimaanlaga konnte man bestenfalls als Heizung benutzen, was bei den Temperaturen (ca. 27 Grad) nicht gerade schön war. Die Terrasse befand sich direkt an einem Weg, weshalb wir die Vorhänge zuziehen wollten. Nach dem ersten Versuch kam uns bereits die Gardine entgegen. Die Tür zur Terrasse war nicht gerade einbruchsicher. Man konnte diese zwar mit zwei Riegeln (einer oben und einer unten) feststellen, doch selbst ein Kleinkind hätte sich nur dagegen stämmen müssen und hätte in unserem Wohnbereich gestanden. Die Bushaltestelle des Shuttlebusses befand sich direkt vor unserer Haustür, weshalb das schlafen unmöglich war. Da die Klimaanlage ja nicht funktionierte waren wir gezwungen zumindest die Fenster offen zu halten. Da der Shuttlebus die ganze Nacht hindurch Gäste transportierte kamen wir nicht zur Ruhe. Wir hatten selbstverständlich die Mängel am Abend der Ankunft noch an das Hotelmanagement weitergegeben, welches uns am nächsten Tag ein Zimmer im Haupthaus anbot. leider hatten wir keinen Seeblick mehr, was aber nicht so sehr ins gewicht fiel, da wir in ein wunderbar klimatisiertes Zimmer kamen, welches neue Fenster hatte, ein schönes Doppelbett und ein sauberes Vollbad mit Dusche, Badewanne, WC und Waschbecken. Ebenfalls war ein Fernsehr und eine Minibar im Zimmer vorhanden. Im Haupthaus ist jedes Zimmer mit einem Balkon ausgestattet auf dem sich ein Tisch mit zwei Stühlen befindet. Mit unserem neuen Zimmer waren wir sehr zufrieden.
Lage, Verkehrsanbindung: 
Für Leute, die mal richtig einen los machen wollen, kann man die Insel Comino nicht empfehlen, da man an die doch sehr unregelmäßig fahrende Fähre nach Malta oder Gozo angewiesen ist. Comino ist eher gedacht für diejenigen Urlauber, die Entspannung am Pool suchen und denen das Freizeitangebot ausreichend erscheind. Bis zum Flughafen sollte man mindestens eine Reisedauer von 1 1/2 Stunden reiner Fahrzeit ohne Wartezeit einplanen, da Malta sehr verwinkelt ist und auch Taxifahrer (kleine Schumis) für 18 km immernoch ne halbe Stunde benötigen. Bis in die Hauptstatt Valetta braucht man mit dem Bus vom Hotel ca. 2 Stunden (inkl. Überfahrt mit der Fähre).
Verpflegung: 
Wir hatten für uns Halbpension gebucht, was unserer Meinung nach für Leute, die sich zwischendurch nicht unnötig mit Essen vollschaufeln und sich nicht jeden Abend bis ins Koma saufen völlig ausreichend ist. Wir hatten jeden Tag zusätzlich Mittag gegessen und ausreichend an der Bar gedrunken und sind nicht annäherns an den AI-Preis gekommen. Das Frühstück war jeden Tag das gleiche. Man hatte die Auswahl zwischen Brötchen (kleine Pizzabrötchen) Weißbrot und Toast. Als Aufstrich gab es zwei Sorten Konfitüre, Käse, eine Sorte Aufschnitt, gekochte Eier und für die Liebhaber des amerikanischen Frühstücks gebratenen Speck, Würstchen und Ei. Als Getränk konnte man sich zwischen drei Sorten Saft und mehreren Warmgetränken entscheiden. Auch eine Auswahl an Frühstücksflakes war gegeben. Zum Abendessen hatte man täglich ein Fischgericht, ein Pastagericht und ein Reisgericht zur Auswahle. Es gab immer eine andere Suppe und man hatte die Wahl zwischen verschiedenen Salaten. Zum Fisch gab es immer (in alt britischer Manier) Fritten. Zum Reis konnte man sich meist Mischgemüse nehmen. Alles in Allem schmeckte es ganz gut. Doch nach einer Woche war man ganz froh mal wieder was anderes zu essen, da es ja doch jeden Tag das gleiche gab nur in einer leicht abgewandelten Version. Die Pastasoßen waren sehr ölig und teilweise auch verdünnt. Manchmal hatten wir den Verdacht, dass wir an einem Abend die Reste des Vorabends anders zubereitet vorgesetzt bekamen.
Service: 
Kinderfreundlichkeit: An der Bar musste man ewig auf seine Getränke warten, da trotz Armreifen der AI-Gäste immer noch zusätzlich ein Kassenbong unterzeichnet werden musste und die Bar mit einer, maximal zwei Personen permanent unterbesetzt war. Die Schilder "Do not disturb" scheinen den Zimmermädchen unbekannt zu sein, da diese trotz der Schilder penetrant versuchen in die Zimmer zu gelangen um Ihre Arbeit zu machen. Wir mussten fünf bis sechsmal sagen, dass sie das Zimmer am nächsten Tag sauber machen können, bis sie endlich weitergingen. Man merke...beschwere dich nie beim Hotelchef über sein Hotel...du ernest keinen dank sondern nur grimmige Gesichter.
Freizeit- & Sportangebote: 
Im Hotel ist es möglich Tretboote, Segelboote, Kanus, Surfbretter (Windsurfen), Fahrräder und auch ein Motorboot auszuleihen. Die Insel Comino bietet sich zum Wandern an. Das Hotel bietet zusätzlich auf Vorbestellung einen Massageservice an. Auch ein Fitnessraum soll vorhanden sein. Wir konnten diesen jedoch nicht finden. Für freunde des Tennissports bietet das Hotel den Luxus von 6 Tennisplätzen.
Anmerkungen / Sonstige Tipps & Empfehlungen: 
Wenn ihr noch keine maltesischen Lira habt, ist das garkein Problem. Es ist eher ein Vorteil, weil der Kurs in Malta um einiges günstiger ist als in Deutschland. Am besten tauscht ihr euer Geld am Flughafen am Automaten. im Hotel berechnet man nämlich eine nicht geringe Gebühr. Für die Urlauber mit Halbpension bietet es sich eventuell an Getränke und einige Kleinigkeiten zum Essen einzukaufen. Dies könnt ihr am besten, wenn ihr mit der Fähre nach Gozo fahrt und dann immer rechte Hand den Berg hoch geht. Nach ca. 500 m kommt auf der linken Seite ein kleiner Supermarkt, wo man sich mit den täglichen Gebrauchsgütern eindecken kann.
Meine Gesamtwertung: 
0
Können Sie diese Unterkunft weiterempfehlen?: 
Ja
Von Nancy