Riviera Resort & Spa

März 2009: 4 Sterne mit ganz leichter Delle :)
Das Hotel: 
Das Haus selbst ist ordentlich, sauber. Es gibt Kleinigkeiten, die auffallen, z.B. die etwas chaotisch fahrenden, nicht immer korrekt reagierenden Aufzüge (die allerdings auch unter allzu knopfdrückfreudigen deutschen Urlaubern zu leiden haben dürften) mit Digitalanzeigen der Stockwerke, die man mal überholen könnte. - Im Reisemonat waren vor allem Rentner dort, hauptsächlich Deutsche, weniger Engländer. Es gab wenig junge Leute, noch weniger Alleinreisende. An den Wochenenden gab es auch maltesische Gäste, darüberhinaus gab es Veranstaltungen (ein Klassentreffen, Hochzeiten), aber nichts, was den Hotelbetrieb wirklich beeinträchtigt hätte. - Da das Haus am Ende der eigenen Zufahrtstraße liegt, gibt es wenig Verkehrslärm. Direkt vor dem Haus - Nordseite, Richtung Comino/Gozo) gibt es einen Anlegesteg, an dem schon mal nachts oder früh morgens ein Fischerboot anlegt und Versorgung (Treibstoff etc.) in Anspruch nimmt. Die größte Lärmquelle sind die - v.a. deutschen - Miturlauber.
Die Zimmer: 
Ordentlich, sauber, guter Zustand. - Die Karten, die man heute statt Schlüsseln bekommt, vergessen gerne mal ihre Programmierung (angeblich war mein Blackberry in der Nähe schuld <g>). - Der Kühlschrank, der leer ist, wenn man nichts bestellt, ist nicht sehr groß, reicht aber für einige Dosen Bier und eine Brotzeit für ein, zwei Abende; er kühlt vor allem sehr gut. - TV ist vorhanden (nicht benutzt), Telefon (nicht benutzt). Steckdosen könnten noch ein, zwei mehr vorhanden sein. - Die Balkonbeleuchtung läßt sich nicht individuell steuern; also nix mit Lesen nach 23 Uhr <g>. - Innovativ und einfallsreich waren die Zimmermädchen: wir haben an Decken- & Bettlagen-Kombinationen so ziemlich alles geboten bekommen, was nach mathematischen und vernünftigen Gesichtspunkten mach- und denkbar war <g>. - Meine Holde hatteein Problem mit der Badezimmerreinigung, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte (oder wollte <g>), aber es war eine Kleinigkeit, die sich letztlich regeln ließ. - Die Matratzen waren gut, nicht ganz heimischer Standard, aber gut genug, daß ich keine Probleme mit meinem Kreuz bekam.
Lage, Verkehrsanbindung: 
Ganz im Norden der Hauptinsel gelegen, der Fährhafen Cirkewwa in nächster Nähe, Bushaltestelle in komfortabler Reichweite, aber ein Domizil, bei dem man über einen Leihwagen nachdenken sollte. Für die ganzen Rentner, die da Urlaub machten, war das nicht das Thema: die haben sowieso einen Malta-Urlaub gemacht, den ich nicht nachvollziehen kann (in der Sonne am Pool rumliegen, dummes Zeug schwätzen, in der Hotel-Lounge sinnlos Plätze belegen, abends im Foyer zocken usw. usf.). - Parkplätze jedenfalls sind reichlich vorhanden, wenn auch nur eingeschränkt nutzbar, weil die meisten Leihwagenfahrer nicht nur mit dem Linksverkehr Probleme zu haben scheinen, sondern auch mit dem Abstellen eines Suzuki Alto oder Fiat 600 in einer deutlich markierten Parkbucht, die für einen Mercedes S 500 gereicht hätte. U.a. gab es sogar erkennbare - leider jedoch gescheiterte - Versuche, einen Kleinwagen quer zu parken.
Verpflegung: 
Meine bessere Hälfte war nicht immer zufrieden. Wir hatten Bed & Breakfast gebucht, dazu 5 vergünstigte Abendessen-Tickets gebucht, ansonsten aufm Zimmer Brotzeit gemacht oder auswärts gespeist. - Das Frühstück war für mich eine Wonne: englisch, reichhaltig, gut, ich vermisse es sehr. Meine Holde war da flexibler als ich: mal dies, mal das, viel Obst usw. usf. Das Frühstück jedenfalls war gut. - Beim Abendessen (Büffet) hatte sie Probleme, ich nicht. Es gab mindestens drei Gerichte, dazu Salate, reichhaltige Nachtische und Gimmicks drumherum. Maltesische Spezialitäten gab es nicht. Was die Küche voll drauf hat, ist alles, was mit Rindfleisch zu tun hat; da habe ich lange nichts Besseres goutiert.
Service: 
Insgesamt gut. - Die Rezeption neigt leicht zu Mißverständnissen <g>, aber nichts Tragisches dabei. - In der Lounge gab es einen Kellner, der nur hinter der Theke stand, nicht bediente; eine Kellnerin, die an anderen Abenden aktiv war, war das genaue Gegenteil. Wenn man es weiß, ist es okay; wenn man sich daran stört, muß man sich den Vorwurf des Nörglers gefallen lassen <g>. - Problematisch fand ich die interne Struktur: Es gab das Mirasol-Restaurant für Frühstück und Abendessen in Büffet-Form. Es gab das Sol e Mar, das wir nicht ausprobierten, das abends à la carte servieren sollte - angeblich; mitbekommen haben wir davon nichts. Es gab die Charly Noble-Bar, die nach recht unterschiedlichen Kriterien zu öffnen schien - oder auch nicht. Irgendwo sollte noch eine Pizzeria sein, die wir nicht fanden (allerdings auch nicht suchten). Die Lounge schloß angeblich um 17 Uhr zugunsten der anderen Locations, hatte aber tatsächlich bis Mitternacht auf, weil die anderen Locations nicht zur Verfügung standen. Alles ein wenig seltsam; in meinen Augen der "Vorsaison" zuzuschreiben.
Freizeit- & Sportangebote: 
Nicht näher in Augenschein genommen, wir waren mit unserem eigenen Programm vollauf beschäftigt. Es gab einmal eine Wanderung auf der Marfa Rdige, an der wir nicht teilnahmen. Ansonsten gibt es im Haus einen Games Room mit Tischtennis, Tischfußball usw. usf. (haben wir auch nicht in Anspruch genommen).
Anmerkungen / Sonstige Tipps & Empfehlungen: 
Wen typisch deutsche Touristen und v.a. solche im Rentenalter nerven, der sollte sich vielleicht eine andere Location suchen; ebenso derjenige, der die Mallorcisierung Maltas nicht mitansehen möchte (Mallorcisierung: Deutsche Touris reisen in ein bekanntermaßen fremdsprachiges Land ohne jede Fremdsprachenkenntnisse und benehmen sich, als sei es selbstverständlich, daß das Personal im Hotel im Zielland - hier Malta - Deutsch versteht, und wenn nicht ...). Wer darauf steht, über andere Urlauber abzulästern, sollte sich das Riviera in vollem Umfang gönnen (und nicht zu leise lästern). Interessant: Auf der Website des Hotels wird für die WLAN-Nutzung ein Preis angegeben. Tatsächlich ist das WLAN offen (und leider unverschlüsselt, also komplett ungeschützt, also nix für Homebanking am Urlaubsort). Aber ansonsten: 11 MBit mit perfekter Anbindung, nichts zu meckern. - Das Handynetz auf Malta kann sich auch sehen lassen. Wir hatten _nirgendwo_ irgendwelche Empfangsprobleme, immer mindestens 80 % auf der Skala, meist 100 %, und durchgehend 3G (ich konnte problemlos mit 7,2 MBit/s via go mobile surfen).
Meine Gesamtwertung: 
8
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Ja
Beckinsale aka Michael Haitel