Malta: Kurzprofil

Republik MALTA mit den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo & Comino: Das Wichtigste auf einen Blick

Landesname: Republik Malta (englisch: Republic of Malta, maltesisch: Repubblika ta' Malta)

Inseln: Die quirlige Hauptinsel MALTA umfasst eine Fläche von ca. 246 km², die wesentlich ruhigere und grünere Nachbarinsel GOZO ist ca. 67 km² groß. Das bis auf einige Urlauber praktisch unbewohnete Mini-Inselchen COMINO umfasst lediglich 3 km². Cominotto, Filfla (Naturschutzgebiet) und St. Paul´s Islands verdienen die Bezeichnung Insel eigentlich nicht: es handelt sich dabei um etwas überdimensionierte Felsbrocken vor der Küste Maltas.


Politik: Präsident: Dr. Edward Fenech Adami (seit 2004); Premierminister: Dr. Lawrence Gonzi (seit 2004)

Geographie: Der Inselstaat Malta in Südeuropa liegt fast exakt im Zentrum des Mittelmeers. Die Inselgruppe befindet sich 93 km südlich von Sizilien und ca. 300 km nordlich von Afrika (Tunesien; ca. 350 km bis Tripolis).

Einwohner: In Malta leben etwas mehr als 400.000 Einwohner, davon ca. 370.000 auf der Hauptinsel sowie rund 30.000 Einwohner auf Gozo. Auf Comino gibt es - abgesehen von Hotelpersonal und einem Polizisten - praktisch nur Touristen.

Hauptstadt: Valletta

Sprache: Offizielle Landessprachen sind Maltesisch und Englisch. Malti [die maltes. Bezeichnung für die Maltesische Sprache] ist auch innerhalb der EU offizielle Amtsprache. Auch Italienisch wird vielfach verstanden und gespochen.

Anreise: MALTA ist gut per Flugzeug erreichbar. Die nationale Fluggesellschaft Air Malta fliegt mehrmals wöchentlich von den großen Flughäfen Deutschlands, der Schweiz und auch aus Österreich nach Malta. Lufthansa bietet Linieflüge von allen deutschen Flughäfen (über Frankfurt/M.); Charterflüge gibt es von diversen Ferienfliegern.

Die reine Flugzeit von Deutschland nach Malta beträgt je nach Abflugort und Windverhältnissen ca. 2,5 bis knapp 3 Stunden.

Die Nachbarinsel GOZO ist mit dem Schnellboot, per Wassertaxi oder per Bus/Taxi & Fähre erreichbar, Comino nur mit kleinen Booten. Der Helikopter-Transfer (zunächst Air Malta, später Helisureste) zwischen Malta und Gozo wurde aus Kostengründen eingestellt.

Einziger internationaler Flughafen des Landes: Malta International Airport (in Luqa)

Die Hauptinsel Malta ist von mehreren italienischen Häfen durch Fähren erreichbar; es existiert auch eine Fährverbindung von und nach Tunis.

Haustiere: Es gilt das Pet Travel Scheme: Sofern alle Vorgaben eingehalten werden, können z.B. Hunde aus Deutschland ohne Quarantäne nach Malta gebracht werden. Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit dem Department of Veterinary Service in Verbindung; ein besonderen Einzelfällen erteilt auch die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland detaillierte Auskünfte [info (at) valletta.diplo.de].

Sprache: Maltas Nationalsprachen sind Maltesisch und Englisch; Maltesisch ist seit dem Beitritt Maltas zur Europäischen Union auch offizielle Amtssprache der EU. Italienisch wird vielfach verstanden und auch gesprochen.

Klima: Mittelmeerklima - trockener, heißer Sommer und milder, frostfreier Winter. In Herbst und Winter oft kurze, durchaus auch sehr heftige Regenschauer mit Gewittern und lokalen Überschwemmungen. Die meisten Malteser unterscheiden jedoch nur zwischen zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter.

Reisezeit: Ideale Zeiten zum Erkunden der Inseln sind Frühjahr (März-Mai) und Herbst (Oktober). Die Wassertemperaturen ermöglichen das Baden oft bis in den Oktober hinein.

Die Temperaturen können im Winter bis auf knapp über Null Grad Celsius abfallen, einzelne kurze Hagelschauer sind in gelegentlich möglich (Schnee ist in Malta unbekannt). Bei wolkenfreiem Himmel steigen die Temperaturen jedoch innerhalb kürzester Zeit sehr schnell auf angenehmere Temperaturen an. Im Sommer überschreiten die Tageshöchsttemperaturen die 40-Grad-Grenze. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten!

Elektrizität: Wechselstrom, 240 Volt, 50Hz. Häufig 3-poliger Adapter - wie für Großbritannien - erforderlich (Anschlüsse für Rasierer im Bad können ohne Adapter genutzt werden; Adapter können vor Ort in fast allen Hotels ausgeliehen werden).

Geld: Landeswährung ist seit dem 01.01.2008 der EURO [Zuvor: Maltesisches Pfund, auch Lire genannt (abgekürzt mit MTL oder Lm)]. Bargeld kann per EC- oder Kreditkarte an Geldautomaten in allen größeren Orten abgehoben werden. EC- & Kreditkarten werden von vielen Geschäften und Dienstleistern akzeptiert.

Einkaufen: Das allgemeine Preisniveau ist in etwa vergleichbar mit Deutschland; das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt jedoch teilweise zu wünschen übrig. Öffnungszeiten der Geschäfte werktags in der Regel von 9 bis 13 Uhr sowie von 16-19 Uhr (bzw. 22 Uhr während der Sommersaison; sonntags geschlossen. In Touristenregionen (z.B. Sliema, St. Julian's, Buġibba/Qawra) oft erweiterte Öffnungszeiten und keine Ruhezeit; z.T. auch Sonntags geöffnet

Transport & Verkehr: Linksverkehr (Hinterlassenschaft der Briten). BUSSE: Das öffentliche Streckennetz ist sehr gut ausgebaut. Fahrten in den zum Teil uralten Bussen sind recht günstig. Vom zentralen Busterminal am Tritonenbrunnen vor den Toren der Hauptstadt Valletta ist nahezu jede Sehenswürdigkeit auf der Insel erreichbar. Achtung: Busverbindungen werden bereits recht früh am Abend eingestellt, nachts bis auf wenige Zusatzfahrten praktisch kein Busverkehr. 

Zugverbindungen oder Straßenbahnen gibt es in Malta nicht. 

TAXIS: Weiße Taxis sollten die offiziellen, von der Regierung festgelegten Preise berechnen (Preise ab Flughafen: Valletta: 14 EUR, Mellieħa: 28 EUR, Paceville: 19 EUR, Ċirkewwa: 30 EUR). Unbedingt vor Antritt der Fahrt den Preis vereinbaren!

MIETWAGEN: Obwohl die Straßen zu großen Teilen mitteleuropäischen Standards nicht entsprechen, ist ein Leihwagen eine sehr gute Möglichkeit, die Insel(n) zu entdecken. Linksverkehr. Tankstellen spätabends und in der Nacht sowie Sonntags geschlossen; dann jedoch Selbstbedienung an Automaten möglich (es werden meist 10- und 20-Euro-Scheine akezptiert). Im Falle eines Unfalls unbedingt die Polizei und den Verleiher informieren; das Fahrzeug keinesfalls vorher selbst von der Unfallstelle entfernen!

Fähren Malta: Die Nachbarinsel GOZO ist in einer 25-minütigen Überfahrt mit einer Personen- & Autofähre der Gozo Channel Line erreichbar. Abfahrt während des Tages alle 45 Minuten; PKW+Fahrer 15,75 EUR (einfache Fahrt), jede weitere Person 4,66: Kinder unter 12 Jahren: 1,16 EUR.

SLIEMA und die Hauptstadt VALLETTA sind mit einer kleinen Personenfähre verbunden; die Überfahrt dauert ca. 10 Minuten und kostet 90 Cents (einfache Fahrt); Abfahrt alle 30 Minuten (zwischen 8 und 18 Uhr)

Internetcafés: In allen größeren Orte sowie in den meisten Hotels ab der mittleren Kategorie wird Zugang zum Internet angeboten (fast immer kostenpflichtig; ab ca. 2,50 EUR/h; häufig auch WLAN verfügbar; einige Sprachschulen bieten ihren Schülern kostenlosen Internetzugang an) 

Gesundheit: Apotheken sind während der üblichen Geschäftszeiten geöffnet; Zeiten für Notdienste sind in der Sunday Times veröffentlicht; ggf. an der Rezeption im Hotel fragen. Ärzte: Polykliniken in den größeren Hauptstädten verfügbar; z.T. auch deutschsprachig Ärzte. Hotelrezeptionen nennen bei Bedarf aktuelle Adressen.

Feiertage: 1. Januar: Neurjahr, 10. Februar: St. Paul's Shipwreck, 19. März: Fest of St. Joseph, 31. März: Freedom Day, 9. April: Karfreitag, 1. Mai: Worker's day (Tag der Arbeit), 7. Juni: Commemoration of June 7. 1919, 29. Juni: Fest of St. Peter and St. Paul, 15. August: Feast of the Assumption, 8. September: Feast of Our Lady of Victories, 21. September: Independence Day (Unabhängigkeitstag), 8. Dezember: Feast of the Immaculate Conception, 13. Dezember: Republic Day (Tag der Republik), 25. Dezember: Christmas Day (Weihnachten)

Zeitzone: UTC+1 (Standardzeit; auch: mitteleuropäische Zeit [MEZ]) bzw. UTC+2 (mitteleuropäische Sommerzeit [MESZ]). In Malta herrscht somit keine Zeitverschiebung gegenüber Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen: Der Besitz auch kleinster Mengen von Drogen ist strafbar. Das Einführen von Drogen nach Malta wird als Drogenhandel betrachtet und mit einer Mindeststrafe von 6 Monaten geahndet.

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