My home is my castle

Wo dieses "Schloss" steht, ist die kleine Bucht Għar Lapsi nicht mehr weit.
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Und so kommt man hin:

Mit dem Bus 89 kommt man ohne Probleme bis Siġġiewi. Möchte man weiter nach Għar Lapsi, verkehrt vom ersten Donnerstag im Juli bis zum letzten Sonntag im September die Linie 94 zwischen Siġġiewi und Ghar Lapsi. Zu allen anderen Zeiten muss man ab Siġġiewi laufen (ca. 4,5 km) oder gleich mit dem Auto fahren.

Das "Schloss" sieht man auf der linken Seite der sich steil nach unten windenden Strasse zur Bucht Ghar Lapsi.

Ghar Lapsi ist eine durch Felsen geschützte Bucht, wodurch sich eine Art natürlicher Swimmingpool ergibt. Auch wenn sich die Wellen auf der dem Meer zugewandten Seite mit Getöse brechen, ist das Wasser hinter dem Felsen relativ ruhig.

Das mag auch der Grund sein, dass Ghar Lapsi als Badebucht bei den Maltesern sehr beliebt ist, auch wenn seit einigen Jahren das Grillen (gerade auch auf den neu gestalteten Beton-Liegeflächen unmittelbar oberhalb der Bucht) untersagt ist.

Hier braucht man zum Schwimmen unbedingt eine Schnorchelmaske. Im geschützten Wasser tummeln sich dermaßen viele "Fischschulen" neben all den Einsiedler- / Krebsen - man muss sich nur auf das Wasser legen und schon ist man mittendrin im Getümmel.

Taucher bringen aus diesem Grund gerne ihre Familien mit. Die für Taucherfahrzeuge reservierten Parkplätze oberhalb der Bucht befinden sich so dicht wie möglich am Wasser, der Zugang zur Bucht ist trotzdem nur über die kurze aber sehr steile Straße möglich. Für Taucher in voller Ausrüstung zwar anstrengend (besonders der Rückweg!), sie werden durch abwechslungsreiche Flora und Fauna dafür mehr als entschädigt. Zwischen Seegraswiesen und Sandflächen lassen sich neben den überall zu sehenden Fischen wie Brassen und Riffbarschen oft gleich mehrere Rochen beobachten, in den umliegenden Höhlen staunt man über die Farbenpracht der niederen Tiere - sofern man seine Lampe dabei hat. Zwar sind die Tauchgründe hier nur relativ flach, ermöglicht aber Tauchanfängern Erfahrung mit Höhlentauchen zu machen und erfahrenen Tauchern lange Tauchgänge ohne Atemnot.

Auf dem Weg zur Bucht kommt man auch an der ersten Meerwasserentsalzungsanlage Maltas vorbei. 1980 wurde sie in Betrieb genommen und verminderte den chronischen Wassermangel der Inseln so spürbar, das der Bau weiterer Anlagen kaum noch Diskussionen aufwarf.

Ergänzung im März 2009: Von dem Steg, den nicht nur Taucher benutzt haben, um ins Wasser zu gelangen, existieren nur noch Bruchstücke. Die Betonplatte ist zerstört, es gibt nur noch rudimentäre Reste. Zur einzigen Leiter gelangt man, wenn man einmal über den betonierten Weg um die Bucht herum läuft.

Weitere Infos: 
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