Der 24. Juli

Am 24. Juli standen Lettland in Brüssel und Libyen in Italien auf dem politischen Reisekalender.

Malta und Lettland unterzeichneten am 24. Juli in Brüssel ein Abkommen gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus. Die Schwerpunkte liegen dabei im Informationsaustausch, Kampf gegen Schmuggel und Verhinderung illegaler Einwanderung. Eine gemeinsame Kommission soll die Erfolge im Auge behalten.

Am gleichen Tage traf Maltas Premierminister Lawrence Gonzi den italienischen Premier Silvio Berlusconi im Palazzo Chigi in Rom. Begleitet wurde der Maltesische Staatschef von seinem Außenminister und dem maltesischen Botschafter in Italien.
Das Treffen war zweigeteilt in einen privaten Besuch und ein Arbeitsessen.

Natürlich wurden die gemeinsamen Probleme bei der illegalen Immigration besprochen. Die bisherige Unterstützung Maltas seitens Italien zu dieser Problematik soll fortgeführt werden. Berlusconi machte deutlich, dass hier auch seine kürzlichen Vereinbarungen mit Libyen greifen werden:
Libyen wird von Italien mit 6 Patruillenbooten zur besseren Küstenüberwachung unterstützt.

Während des zweistündigen Treffens wurden auch die energietechnischen Verbindungen Maltas mit Sizilien angesprochen: Malta muss immerhin 20% seiner Energie dafür aufwenden, Meerwasser zu Trinkwasser zu veredeln.

Berlusconi gab seinen maltesischen Gästen das Kompliment mit auf den Weg, Malta wäre idealer Sitz der neugegründeten Mittelmeerunion.