Kastaniensuppendrink

Was in den nordischen Ländern Europas Glühwein, Punsch oder Glögg ist, kommt auf Malta völlig anders daher. Bei meinem letzten Besuch auf den maltesischen Inseln wurde ich mit einer Spezialität überrascht, die man traditionell entweder zu Weihnachten oder zu Silvester serviert bekommt. Und im Gegensatz zu den obigen Heißgetränken ist dieses zu 100% kindertauglich, denn es schmeckt erstens herrlich schokoladig und ist zweitens alkoholfrei.
Was aber nicht bedeutet, dass man es nicht auch "angereichert" servieren kann :)
400 g vorgegarte Kastanien
150 – 200 g Zucker, ganz nach Geschmack
120 g echtes Kakaopulver oder
je 60 g echtes Kakaopulver und feingeraspelte Schokolade (60% Kakao)
1 Prise Salz
feingeschnittene Schale einer frischen maltesischen Orange (unbehandelt)
feingeschnittene Schale von 1 ½ frischen maltesischen Mandarinen (unbehandelt)
nach eigenem Geschmack:
gemahlene Nelken
gemahlener Zimt
gemahlener Sternanis
für die Dekoration:
feingeschnittene Schale von ½ frischen maltesischen Mandarine
Puderzucker
100 ml frische Sahne, halbsteif geschlagen mit
1 TL Vanillezucker
optional:
Cognac, Whisk(e)y, oder Anisette
Die Kastanien werden zusammen mit den Schalen der Orange und 1 ½ Mandarinen in einem Topf knapp mit Wasser bedeckt zum Kochen gebracht. Sobald die Kastanien durchgekocht sind (das dauert etwa 35 – 45 Minuten), fügt man das Kakopulver und die Gewürze hinzu, rührt, bis sich das Pulver komplett aufgelöst hat und lässt es weitere 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Sollte das Wasser in der Zwischenzeit verkochen, fügt man immer nur so wenig wie möglich heißes Wasser hinzu.
In der Zwischenzeit werden die Schalen der halben Mandarine mit Puderzucker bestreut und im heißen Ofen geröstet, bis sie karamellisiert sind.
Nach 55 – 65 Minuten dickt die Suppe ein, die Schalen der Früchte und die aufbrechenden Kastanien sind natürliche Dickungsmittel. Jetzt muss nur noch die geraspelte Schokolade eingerührt werden, bis auch sie geschmolzen ist und dann kann serviert werden. Entweder in einem Suppenteller oder auch in einem dickwandigen Becher, an dem man sich gleichzeitig die kalten Finger wärmen kann.
Diese Menge reicht für 4 Teller oder 6 – 8 Tassen, wobei man schaut, dass die Kastanienstücke gleichmäßig verteilt sind. Auf jeden Teller / in jede Tasse kommt dann noch ein Klecks Sahne, die karamellisierten Schalenstreifen und wer mag, gibt auch noch einen mehr oder weniger kleinen Schuss Alkohol hinzu.
Die Suppe / der Drink sollte möglichst heiß serviert werden, dann schmeckt's am besten. Aber auch kalt kann man diese maltesische Spezialität sehr gut genießen.

@Veronika : Das Rezept ist mal was anderes. Der Kastanienanteil sollte erhöht werden , Kakao etwas weniger. Verwendet man Grießbrei -ohne Zucker- und übergiest diesen mit dem kalten Drink - eine gute Nachtischvariante.
Von mir viele Smilies an Veronika.
VlG Bernie
Bernie, hier handelt es sich um eine Variante eines beliebten Weihnachtsgetränks / -essens. Ob und wie Du dieses Rezept Deinen Bedürfnissen anpasst, bleibt Dir überlassen. Aber letztendlich leben Rezepte doch auch von der persönlichen Vielfalt und kreativen Umsetzung ihrer Köche, oder?
Ich freue mich jedenfalls, dass es Dir / euch geschmeckt hat. Verrätst Du mir denn, wo Du die unbehandelten maltesischen Zitrusfrüchte her hattest *g*?
LG, Veronika
Veronika, das mit den Citrusfrüchten? Ganz einfach -- gekauft ganz normal , dann gewaschen und ab vor den Monitor und diesen Früchten gezeigt , da seid ihr groß geworden also schmeckt gefälligst so.
Ob mein Malti-Bildschirmschoner geholfen hat?
Versuche mal, hier unbehandelte Citrusfrüchte zu bekommen? Selbst Kastanien war diesmal schon schwierig.
:-) Bernie (:-)